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Mr. Dax beim Hafenlunch

Premiere in Düsseldorf! Am 07. Februar 2012 fand erstmalig der Düsseldorfer Hafenlunch statt. Gastgeber dieses neuen Formats sind Herbert K. Meyer (links), Leiter der Siemens AG, Region West, und Vorstandsmitglied im Düsseldorfer Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, sowie Dr. Andreas Bruns (rechts), Standortleiter von Henkel-Düsseldorf und Vorsitzender der Unternehmerschaft Düsseldorf. Veranstalter sind Siemens NRW und die Unternehmerschaft Düsseldorf, die größte freiwillige Arbeitgebervereinigung in der Landeshauptstadt.

Rund 25 geladene Spitzenmanager aus Düsseldorf lauschten beim ersten Düsseldorfer Hafenlunch den Worten von Börsenexperte Dirk Müller (Mitte), der seit Monaten beliebter Gast auch bei den Talkshows von ZDF und ARD ist.

Herbert K. Meyer begrüßte die Premierengäste: "Wir möchten mit diesem Exekutivforum eine neue exklusive Kommunikations- und Informationsplattform für wichtige Entscheider in der Stadt schaffen - immer verbunden mit einem kurzweiligen und spannenden Impulsvortrag. Abschließend soll natürlich auch noch Platz für Aussprache und Diskussion sein. Unser Gast ist Börsenexperte Dirk Müller, Dolmetscher zwischen den Finanzmärkten und den Menschen außerhalb der Börse. Er verrät uns, wie sich die Märkte aus seiner Sicht in den kommenden Monaten entwickeln könnten".

Dr. Andreas Bruns erklärte: "Der Düsseldorfer Hafenlunch ist das neue Entscheiderformat der Siemens AG und der Unternehmerschaft Düsseldorf. Wir wollen eine Plattform schaffen für eine exklusive Veranstaltung. In persönlicher Atmosphäre wird ein aktuelles Thema zum Anlass genommen, miteinander ins Gespräch zu kommen." Und zum Thema des Tages betonte Dr. Bruns: "Ich weiß nicht wie es Ihnen geht: Aber, wenn ich versuche die Finanzmärkte zu verstehen, dann tut sich das eine oder andere Fragezeichen auf. Wie entwickeln sich die Märkte? Kollabiert die Euro-Zone? Wo entstehen Chancen und auch Risiken? In dynamischen Zeiten wie diesen kennt vermutlich keiner die genaue Antwort. Kein Grund zu verzweifeln, denke ich, sondern Anlass die Strategie anzupassen. Deshalb bin ich gespannt auf die Ideen und Impulse von Dirk Müller."

Dirk Müller über Dirk Müller:

Mein Arbeitsplatz lag fast zehn Jahre lang direkt unter der großen Anzeigetafel mit dem Dax-Chart, wo ich unter anderem für die Kurse von Allianz, Commerzbank oder auch Daimler verantwortlich war. Den Fotografen war die Kurve alleine zu langweilig und da wollten sie eben immer noch ein Gesicht dazu haben. Meins. Als dann in immer mehr Zeitungen und Börsenberichten, TV-Einblendungen und Werbeflyern das immer gleiche Gesicht (wenn auch immer in anderer Gemütslage) zu sehen war, kamen die ersten Anfragen „Wer ist eigentlich dieses -Gesicht der Börse-?“. Die ersten Interviewanfragen kamen, und man erkannte, dass das „Gesicht der Börse“ auch eine klare Meinung und Markteinschätzung hat, die nicht immer mit dem Mainstream übereinstimmten. Und je häufiger der Mainstream sich als falsch herausstellte, desto öfter kamen die Interviewanfragen.

Irgendwann tauchte in den Medien plötzlich die Titulierung „MisterDax“ auf. Ich glaube mich zu erinnern, dass es Bruno Hidding, Chefredakteur der Börsenzeitung, war, der als einer der Ersten diesen Begriff verwendete. Damit war ich für die Medien „Mister Dax“. Die Leute sprachen mich auf der Straße an: „Sind Sie nicht dieser Mister DAX!?“ und sogar eine kanadische Tageszeitung brachte einen Artikel über „Dirk of the Dax“.

Seit dieser Zeit ist viel passiert. Es folgten unzählige TV-Interviews, Vorträge und Zeitungsberichte rund um den Globus. Wann immer an den Börsen der Bulle mit dem Bären Tango tanzt, kann ich mich beim Tanken am Zeitschriftenständer selbst begrüßen. An die manchmal sorgenvollen Fragen der Passanten „Was macht die Börse?“ habe ich mich gewöhnt und freue mich über jeden, der sich noch mit seinen Finanzen und seiner Altersvorsorge beschäftigt. Und diese Sorgen der Menschen sind es auch, die mich dazu bewegen laut und manchmal aggressiv zu sagen „Der Kaiser hat keine Kleider an!“. Es macht mich wütend, wenn ich sehe, dass Kleinanlegern mit dubiosen Aktienempfehlungen das Ersparte aus der Tasche gezogen wird. Es macht mich wütend, wenn Fondsmanager, wider besseren Wissens, die Anleger via Fernsehkamera in ihre Fonds treiben, obwohl sie selbst davon überzeugt sind, dass der Markt einbricht.

Daher habe ich mich 2008 dafür entschieden, einen Weg zu suchen, um ganz normalen Anlegern – nicht nur den Profis – ehrliche Informationen zu geben. Ihnen Mut zu machen ebenfalls laut zu rufen „Der Kaiser hat keine Kleider an!“. Der Anleger soll sich selbst vertrauen können; seinen eigenen Augen und seinem gesunden Menschenverstand glauben, auch wenn die Lakaien von „des Kaisers neuen (Markt-)Kleidern“ schwärmen.

Mittlerweile habe ich mich selbstständig gemacht. Ich bin nach wie vor Börsenhändler an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die meiste Zeit verbringe ich jedoch als Dolmetscher zwischen den Finanzmärkten und den Menschen außerhalb der Börse.

Und wenn dann eines Tages Passanten auf der Straße zu mir kommen uns sagen: „Sie sind doch Dirk Müller!? Ich habe jetzt mal meine Altersvorsorge in Angriff genommen!“ Dann habe ich mein Ziel erreicht.