Berufsausbildungsausschuss
Die Unternehmerschaft als regionales Spitzenorgan der Arbeitgeberverbände vertritt heute mehr als 900 Unternehmen mit über 150.000 Beschäftigten.
Der Berufsausbildungsausschuss war früher ausschließlich gewerblich-technisch orientiert und er bestand ausschließlich aus gewerblich-technischen Ausbildungsleitern der großen Unternehmen am Standort. Spätestens mit Einführung der IT Berufe hat er sich auch kaufmännischen Inhalten zugewandt und in den letzten Jahren auch über die reine Berufsausbildung hinausgehende Themen behandelt. Mittlerweile besteht der Ausschuss nicht nur aus gewerblich-technischen und kaufmännischen Ausbildungsleitern, sondern auch aus Selbstständigen (also Unternehmern) und Ruheständlern die sich der beruflichen Bildung besonders verbunden fühlen. Fast alle Mitglieder dieses Ausschusses sind Sachverständige des Bundesinstituts für Berufsbildung und bringen ihr umfangreiches Fachwissen in die Arbeit des Ausschusses ein. Hierbei haben sie immer wieder richtungsweisende Initiativen für die berufliche Bildung ergriffen.
Für ihr Engagement wurden Mitglieder des Ausschusses mehrfach ausgezeichnet. Für seine Initiative die berufliche Bildung per Videokonferenz direkt in die Klassenzimmer der Schulen zu bringen wurde Herr Braun mit dem Initiativpreis der Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet. Herr Ebel und ich haben für die Einführung der IT Berufe, nicht nur in unserem damaligen Unternehmen, sondern auch darüber hinaus in der Region, den Hermann Schmidt Preis für Innovative Berufsbildung erhalten und ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr mit Herrn Stieper wieder einen Träger des Hermann Schmidt Preises unter uns haben. Er hat diese hohe Auszeichnung für die Globalisierung der Berufsausbildung in seinem Unternehmen erhalten. Ich bin sicher, dass auch die aktuelle Initiative von Herrn Braun, das ReBiKoNet das Regionale Berufsinformations- und Koordinierungsnetzwerk Düsseldorf, wieder überregionale Beachtung finden wird. Hierbei werden alle relevanten Informationen zur beruflichen Bildung im Internet zusammengefasst und vernetzt.
Der Berufsausbildungsausschuss und seine Mitglieder stehen aber nicht allein. Wir unterstützen weitere Initiativen, besonders der Stiftung pro Ausbildung, z.B. das neu ins Leben gerufene „Seniorexperten-Programm“, mit dem den allgemeinbildenden Schulen und besonders den Schulleitern erfahrene Experten der Wirtschaft zur Seite gestellt werden. Hiermit erweitern wir die Initiative des „Runden Tischs: Hochschule/Berufskollegs/ Studienseminare/Wirtschaft“, der bereits zuvor die Berufskollegs in entsprechender Weise unterstützt hat.
Ebenfalls von uns unterstützt wird das Siegelprojekt „Berufswahl und Ausbildungsfreundliche Schule“ bei dem Schulen zertifiziert und ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise um den Übergang ihrer Schüler ins Berufsleben verdient machen.
Der Berufsausbildungsausschuss unterstützt auch Initiativen einzelner Unternehmen, die in Verbindung mit der Unternehmerschaft oder der Stiftung pro Ausbildung für Auszubildende ins Leben gerufen wurden. Z.B. das Projekt „News to use“ der Rheinischen Post, bei dem Auszubildende nicht nur an das Lesen der Tageszeitung herangeführt werden, sondern bei dem es auch um das nachhaltige lesen, also das Behalten von Nachrichten und Informationen, geht.
Wir unterstützen auch das Juniorprojekt des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln, und stellen dort einen Großteil der Landesjury NRW. Schüler werden dort an das Unternehmertum herangeführt indem sie eine eigene Firma gründen und erfolgreich wirtschaften müssen. Der von uns in NRW ausgewählte Sieger, das Mädchengymnasium Essen Borbeck, hat mittlerweile auch den Bundeswettbewerb gewonnen und vertritt Deutschland nun auf europäischer Ebene.
All diese Initiativen und Aktivitäten bilden sicherlich genügend Anregungen und Gesprächsstoff für diesen Abend. Denn wir als Berufsausbildungsausschuss der Unternehmerschaft wissen genau, dass wir nicht allein sind. Berufliche Bildung kann nur erfolgreich gestaltet werden, wenn alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten.
Hierzu gehört für uns besonders die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht. Seit vielen Jahren konnten wir gemeinsam Lösungen für alle im Zusammenhang mit Berufsschulen stehenden Ausbildungsprobleme finden. Wir haben gemeinsam Lehrer qualifiziert, wo es für die Einführung neuer Berufsbilder notwendig war und wir haben immer wieder vertrauensvoll und ohne großes Aufsehen Probleme lösen können.
Ronald Hopp (Leiter Berufsausbildungsausschuss)